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Die beste Ausbildung im Westerwald

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Das noch bis vor wenigen Jahren drückende Problem fehlender Ausbildungsplätze wird bereits im kommenden Jahr kaum noch bestehen. Bereits 2009 werden für alle Bewerber aus 2007 Stellen gefunden worden sein. Schon heute werden Berufe, die früher mit Lärm oder Schmutz verbunden waren, trotz attraktiverer Gehalts- und Arbeitsbedingungen kaum noch nachgefragt. Gerade diese sind aber in Schlüsselbranchen der Region zu finden.

Die JU sieht folglich in der weiteren Aufwertung der Ausbildungsberufe einen ersten notwendigen Schritt. Dies beinhaltet zum einen die Anerkennung der hervorragenden Leistungen, die hier erbracht werden. Zum anderen muss es nach dem Meisterbrief, der sich heute meist schon unmittelbar an den Gesellenabschluss anschließen kann, ein attraktives Studienangebot geben. Hier sind zum einen die benachbarten Universitäten in Koblenz - mit dem Standort Keramik der Fachhochschule in Höhr-Grenzhausen -  und Siegen zu nennen. Auch ersetzt der VWA-Abschluss bereits in weiten Teilen ein Hochschulstudium. Eine Berufsakademie in der Region - der Standort Altenkirchen wird oft genannt - ist aber für den Erhalt von qualifizierten Absolventen wie auch von entsprechenden Arbeitsplätzen unerlässlich.

Die Berufsschulen müssen auch weiterhin auf ihrem hohen technischen Stand gehalten werden. Hier leistet der Westerwaldkreis auch im Vergleich gute Arbeit, aber auch Initiativen aus der Wirtschaft selbst sind sehr zu begrüßen.  Die vorhandenen Kapazitäten müssen verfeinert werden, ohne aber mit immer neuen Berufsbezeichnungen und -zuschnitten den Berufsschulen eine ausreichende Zahl auch an Schülerinnen und Schülern unmöglich zu machen. Notfalls kann auch Blockunterricht eine Chance zum Erhalt bieten.

Dies gilt auch, da gerade im Berufsschulbereich der Unterrichtsausfall erschreckende Ausmaße angenommen hat.

Die JU fordert die Landesregierung auf, hier unverzüglich gegenzusteuern. Auch vor gezielten Anwerbungen von Lehrerinnen und Lehrern für die Region darf nicht zurückgeschreckt werden.

Der demographische Wandel lässt die Schülerzahlen immer geringer werden, in einzelnen Gewerbebereichen erfolgt bereits die Zusammenlegung gleich mehrerer Ausbildungsberufe.

Es ist eine Standortfrage für die Region, dass die Ausbildungsberufe an den lokalen Berufsschulen erhalten werden. Ein Ausbildungsbus, den vielleicht nur 15 bis 20 Schülerinnen und Schüler nutzen, sichert somit bis zu 100 Ausbildungsplätze für die Region.

Die JU wird sich dafür einsetzen, dass sich Vertreter der Berufsschulen, des Kreistages, der Kammern und Innungen zusammenfinden, um gemeinsam mit den Betrieben nach Lösungsansätzen zu suchen, ehe der demographische Wandel die Schulen und die Betriebe in voller Härte erfasst !