22.04.2010
Junge Union fordert zügiges Handeln für schnelleres DSL
Die Junge Union zeigt sich erfreut über die jüngste in Mainz vollzogene Versteigerung besonders leistungsfähiger Funk-DSL-Frequenzen.
Hiermit verbindet man allerdings die Hoffnung, dass auch der Westerwaldkreis von dieser neuen Entwicklung partizipiert und die bisherigen DSL- und Breitbandverbindungen noch deutlich schneller werden. „Mit den neuen Techniken muss es uns gelingen, die derzeitige Qualität des schnellen Internets im Westerwaldkreis weiter auszubauen und die verbliebenen einzelnen weißen Flecken an das schnelle Internet zu bringen. Ansonsten werden wir in naher Zukunft gegenüber den Ballungszentren mit hohen Leistungsraten an Attraktivität für Unternehmen und Familien verlieren“, so die stellvertretende Kreisvorsitzende, Jennifer Groß. Bereits im letzten Jahr hatten die jungen Politiker eine Veranstaltung mit der Kevag-Telekom über die unterschiedlichen Breitband- und DSL- Leistungen im Kreisgebiet durchgeführt und dabei festgestellt, dass die Leistungsraten auch aufgrund einer unterschiedlichen Anbieterstruktur differenziert zu betrachten sind. „Der Westerwald muss noch stärker in eine den Ballungszentren angepasste flächendeckende Vernetzung eingebunden werden“, so Forderung der jungen Politiker. Schon im Kommunalwahlkampf haben die Mitglieder der Jungen Union für ein schnelleres DSL im Kreis gekämpft, denn die Schnelligkeit von Internet zählt heute zu einem der wichtigsten Standortfaktoren. Diese Ansicht teilt auf Anfrage der Jungen Union auch Wilfried Noll, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH, der in den letzten Jahren mit der Kampagne „Der Westerwald will´s schnell entscheidende Schritte zur DSL-Versorgung im Westerwaldkreis eingeleitet hat. Noll: „Für Firmen, Familien und vor allem für unsere Jugend wird eine schnelle DSL Anbindung mehr und mehr zum Entscheidungskriterium bei der Standort- und Wohnortwahl. Vieles im Bereich von Arbeitsabwicklungen, Bestellungen und dem Übertragen von Unterlagen geschieht heute ausschließlich elektronisch und hier zählt die Übertragungszeit“, fügt Noll hinzu. Mit der Versteigerung der Frequenzen ist gleichzeitig auch eine Auflage verbunden, die besonders den ländlichen Raum betrifft. Bei der Jungen Union baut man daher auf eine Aussage der Versteigerer. Demnach müssen die Erwerber dieser Frequenzen bis 2016 zuerst 90% der Investitionen im ländlichen Raum tätigen, ehe sie in Ballungszentren investieren. Jedoch äußert die JU auch Bedenken. In der Vergangenheit wurden wiederholt umfassende Verbesserungen, neue Programme und Techniken versprochen, von denen vordergründig die Fläche partizipieren sollte. „Das Geschäft ist jedoch nach wie vor sehr zäh“, bestätigt auch der WFG-Geschäftsführer, der auf größere Gewinne der potentiellen DSL-Anbieter bei Investitionen in Ballungszentren verweist. „Wir sind gespannt auf die neuesten Entwicklungen und fordern von den Verantwortlichen, dass auch die ländlichen Regionen von den neuerlichen Versteigerungen ihre Vorteile erhalten“, so der Kreisvorstand der Jungen Union.