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Neujahrsempfang JU WW

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 „Christliche Werte in der Politik müssen gelebt werden!“

 

„Werte in der Politik – das christliche Menschenbild im politischen Geschehen“ Mit diesem Thema beschäftigte sich die Junge Union Westerwald auf ihrem diesjährigen Neujahrsempfang in der Stadthalle Montabaur.  Gemeinsam mit Wilfried Kehr, Leiter der Diakonie Westerwald und Pater Edward Fröhling SAC, Professor an der PTHV in Vallendar, diskutierten zahlreiche Anwesende und versuchten dabei die christlichen Grundsätze in der Politik aufzuzeigen. Landrat Achim Schwickert zeigte sich in seinem Grußwort erfreut über die diesjährige Themenwahl der Jungpolitiker: „Das „C“ spielt in unserem Politikverständnis eine wichtige Rolle. Aktuell beginnend mit Themen wie dem verkaufsoffenen Sonntag bis zur Kita. Ich bin froh, dass immerhin unser politischer Nachwuchs das nicht vergessen hat!“

Auf die Frage, ob und wie Politik überhaupt mit dem Glauben vereinbar sei, stellte Pater Edward Fröhling zwar fest, es müssten als Ergebnis des politischen Diskurses manchmal Kompromisse zwischen Werten und schlichten Erforderlichkeiten geschlossen werden, betonte aber ausdrücklich: „ Politik und Religion sind kein Widerspruch. Es ist vielmehr ausdrücklich Pflicht der Gläubigen, sich ‚einzumischen’ – und dies zuerst einmal ohne faule politische Kompromisse, wo die ‚Notlösung’ in vorauseilendem Gehorsam schon von vornherein als einzig mögliches Ziel gedacht wird! Immerhin ist unser Grundgesetz selbst wesentlich christlich geprägt. Die Gewissensfreiheit des Abgeordneten etwa ist ein urchristlicher Gedanke, den es zu verteidigen gilt gegen alle angeblichen Sach-, Fraktions- oder welche ‚Zwänge’ auch immer!“ Mit Blick auf die Wirtschafts- und Finanzkrise stellte er das christliche Verständnis von Gerechtigkeit klar:     „Die christliche Definition von Gerechtigkeit ist nicht: Jedem das Gleiche! Sondern: Jedem das Seine!“ Damit sei jedoch auch klar, dass mit dem Ruf nach „Gerechtigkeit“ allein keine Lösung der Menschheitsprobleme zu schaffen sei: Gerechtigkeit brauche als Korrektiv und Ergänzung notwendig Werte wie Barmherzigkeit, Mit-Leid und Solidarität! Wilfried Kehr unterzog die CDU einer genaueren Begutachtung und wies auf die vielen christlichen Bezüge in den Grundsätzen der Partei hin. Nach wie vor seien christliche Werte der Kompass für politisches Handeln. Besonders dankte er der CDU Westerwald für die gute Zusammenarbeit in den Bereichen der Jugendarbeit oder der Schuldnerberatung und wünscht sich eine Fortsetzung in den Bereichen der Armutsbekämpfung und der Migration: „Es fällt auch unter christliche Solidarität, Migranten dort abzuholen, wo sie stehen, um eine gute Integration zu ermöglichen. Daran sollten wir zusammen arbeiten.“

Eine abschließende Positionierung der christlichen Werte nahm die stellvertretende Kreisvorsitzende der JU, Jennifer Groß, vor: „ Wenn wir nach dem Wert des C für die Union fragen, so finden wir in ihm die Antwort auf die Fragen, woher wir kommen, was uns ausmacht, und warum wir uns engagieren. Unsere Grundüberzeugungen werden wir auch in einer immer vielfältigeren Welt nicht vergessen!“ Jeder politisch engagierte müsse eine Politik betreiben, in der er sich seiner christlichen Verantwortung bewusst sei.