Junge Union diskutiert mit Kevag-Telekom
"Eine schnelle DSL-Verbindung zu haben ist in heutiger Zeit für jeden von uns unerlässlich. Deswegen muss der Westerwald noch stärker in die flächendeckende Vernetzung miteingebunden werden, " sagt die stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Union Jennifer Groß.
Der Gemeindeverband der Jungen Union Montabaur hat gemeinsam mit dem technischen Leiter von Kevag-Telekom, Dipl. Ing. Jürgen Braun und dem Bürgermeister Edmund Schaaf eine Informationsveranstaltung zum Thema DSL durchgeführt und damit zu großen Teilen den Nerv der Bürger im Kreis getroffen. Die Verbandsgemeinde hat ermittelt, wie die einzelnen Ortsgemeinden und Stadtteile mit DSL versorgt sind. Bei der Präsentation der unterschiedlichen DSL Leistungen fiel dann besonders auf, dass zum Beispiel die Orte Eitelborn, Nentershausen und Neuhäusel zu 100% abgedeckt sind. Im Kontrast beträgt die Abdeckung in den Orten Daubach 1,27% und Girod 8,7%. Hier gibt es überproportional viele weiße Flecken, die bisher kein Breitband erhalten können. "In diesen Orten besteht die Möglichkeit über Funk die Einwohner mit DSL-Anschlüssen zu versorgen", erklärt Braun. Die Bandbreiten seien abhängig von der Entfernung zum Sendepunkt des Funks.
"Der Köppel ist ein exponierter Standort und interessant für die Verteilung von Funksignalen," sagt Braun. Über Funk könnten die nicht versorgten Gemeinden das gleiche DSL Angebot erhalten wie mit drahtgebundenen. DSL- Funk sei für viele Menschen noch neu und werfe Fragen auf. "Funk-DSL hat sich immer mehr etabliert. Die Angst, dass es gesundheitsschädlich sei ist unbegründet, denn die Gefährdung durch ein Handy ist größer, " klärte Braun die interessierten Anwesenden auf.
Das Übertragungsmedium der Zukunft seien die Glasfasern, denn damit könne man schnellere und vor allem weitere Verbindungen herstellen als mit dem herkömmlichen Kupferkabel, so Braun. Auf die Frage, ob die Abhörgefahr durch Funk nicht erhöht sei, entgegnete Braun: "Ein Restrisiko wird bestehen bleiben. Die Betreiber sind gefordert, immer neue Systeme zu installieren und die Möglichkeit des Abhörens durch die neusten Verschlüsselungstechniken zu minimieren."
Die Verbandsgemeinde Montabaur versucht, eine flächendeckende DSL-Versorgung zu erreichen und prüft, ob über das Förderungsprogramm des Landes erreicht werden kann, dass Orte ohne DSL- Versorgung diese wichtige Infrastruktur erhalten können. "Es gibt Gemeinden, die Defizite aufweisen. Wir arbeiten zusammen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Westerwaldkreises und versuchen, dieses Problem zu lösen, " sicherte Schaaf zu.
Jürgen Braun verwies auf das "Projekt 1500", welches von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Kevag-Telekom, Kabel Deutschland in Kooperation mit dem Kreis ins Leben gerufen wurde. Dadurch sei eine enorme Mobilisierung erzielt worden, innerhalb von 10 Wochen seien 2.500 Interessenten für Breitband gewonnen worden, 1.500 Anmeldungen waren die Voraussetzung.
Die Junge Union ist froh, dass die Probleme der betroffenen Bürger gehört werden und man nun versucht, gemeinsam auf Kreis- und Verbandsgemeindeebene die DSL-Geschwindigkeit weiter zu erhöhen.





