
Rennerod/ Westernohe. Im Rahmen des Themenjahres „Bildung und Ausbildung“ besuchte die Junge Union Westerwald in diesem Jahr viele Betriebe und führte zahlreiche interessante Gespräche mit Auszubildenden und Studierenden. In der vergangenen Woche lud die Junge Union Rennerod den JU Kreisvorstand und alle Interessierten zur Besichtigung der Firma Zoth in Westernohe ein. Viele waren diesem Aufruf gefolgt, darunter auch zwei Ortsbürgermeister aus unserer Verbandsgemeinde.
In einem Gespräch mit dem Abteilungsleiter der Blechbearbeitung, Herrn Schultheis erfuhren wir ausführliche Informationen über die Geschichte der Firma Zoth und die Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die der Betrieb seinen Mitarbeitern anbietet. So wurde uns berichtet, dass man den Ursprung der Firma in einem kleinen Haus im Ortskern von Westernohe findet. Dort eröffnete Dr. Walter Zoth zunächst in der Küche einen kleinen Laden. Mittlerweile befindet sich die Betriebsstätte am Ortsrand Richtung Elsoff. Aus einem Einmannbetrieb ist bis heute eines der größten Dienstleistungsunternehmen in Rheinland-Pfalz geworden. 520 Mitarbeiter, darunter 70 Auszubildende arbeiten in neun verschiedenen Berufen in ganz Deutschland.
Weiteres Gesprächsthema war die aktuelle Ausbildungssituation. Hier wurde uns deutlich gemacht, dass es vermehrt Probleme mit der Ausbildung gibt. Ein Grund dafür sei der vermittelte Unterrichtsstoff in den berufsbildenden Schulen, sowie das System wie dieser Stoff vermittelt wird. Viele Auszubildende hätten in der letzten Zeit mit herabfallenden Leistungen zu kämpfen und könnten dem Unterricht nur schwer folgen. „Das neue Unterrichtskonzept, welches von großen Unternehmen entworfen wurde, ist hier bei uns nur sehr schwer umsetzbar. Trotz zahlreicher Kritik hält man leider an diesem Konzept fest“, bemängelt Schultheis. „Wichtig ist, dass die Ausbildungsbetriebe mit den örtlichen und zuständigen Berufsschulen im ständigen Kontakt sind und auch eine zielführende theoretische Ausbildung erfolgt, die dem Berufsbild entspricht,“ erklärte die Kreisvorsitzende Jenny Groß. Es nütze nichts, wenn die Vorstellungen zwischen Schule und Ausbildungsstätte auseinanderliegen und es zu Schwierigkeiten bei Theorie und Praxis kommt. Der Kreisvorstand der Jungen Union wird sich der Problematik widmen und über ein mögliches Forum für BBS und Ausbildungsbetriebe nachdenken. Eine enge Verzahnung der beiden Ausbildungsstätten muss das Ziel sein.
Ferner sei die falsche Berufswahl ein Problem. „Viele erlernen einen Beruf, mit dem Sie sich im Nachhinein wenig identifizieren können. In den Schulen müssen die Neigungen der Kinder mehr gefördert werden“, forderte Schultheis. Der Stellenwert für die Berufe an der „Werkbank“ würde immer geringer. „Dabei erfordert die Arbeit an den hochmodernen Maschinen ein großes Knowhow“, so Schultheis weiter. Wichtig sei es, den Jugendlichen zu vermitteln, dass die Berufswahl nicht vom Schulabschluss abhängig sei, sondern von ihren Interessen. „Abiturienten können genauso handwerkliche Neigungen haben, wie Haupt- und Realschüler. Wir haben Akademiker bei uns im Betrieb, die nach einigen Jahren gemerkt haben, dass das Arbeiten an der Maschine genau das Richtige für sie ist“.
Nach dieser sehr spannenden Diskussion zeigte uns Herr Schultheis die Fertigungshalle. Hier werden neben verschiedensten Produkten aus Blech, wie z.B. Müllbehälter für Flugzeuge auch Schaltschränke hergestellt, die individuell auf den Auftraggeber zugeschnitten sind.
Nach der Führung bedankte sich der Gemeindeverbandsvorsitzender Florian Schmiedl bei Herrn Schultheis für die informative Führung, insbesondere für die ehrlichen und kritischen Worte was das Thema Ausbildung angeht.
Weiteres Gesprächsthema war die aktuelle Ausbildungssituation. Hier wurde uns deutlich gemacht, dass es vermehrt Probleme mit der Ausbildung gibt. Ein Grund dafür sei der vermittelte Unterrichtsstoff in den berufsbildenden Schulen, sowie das System wie dieser Stoff vermittelt wird. Viele Auszubildende hätten in der letzten Zeit mit herabfallenden Leistungen zu kämpfen und könnten dem Unterricht nur schwer folgen. „Das neue Unterrichtskonzept, welches von großen Unternehmen entworfen wurde, ist hier bei uns nur sehr schwer umsetzbar. Trotz zahlreicher Kritik hält man leider an diesem Konzept fest“, bemängelt Schultheis. „Wichtig ist, dass die Ausbildungsbetriebe mit den örtlichen und zuständigen Berufsschulen im ständigen Kontakt sind und auch eine zielführende theoretische Ausbildung erfolgt, die dem Berufsbild entspricht,“ erklärte die Kreisvorsitzende Jenny Groß. Es nütze nichts, wenn die Vorstellungen zwischen Schule und Ausbildungsstätte auseinanderliegen und es zu Schwierigkeiten bei Theorie und Praxis kommt. Der Kreisvorstand der Jungen Union wird sich der Problematik widmen und über ein mögliches Forum für BBS und Ausbildungsbetriebe nachdenken. Eine enge Verzahnung der beiden Ausbildungsstätten muss das Ziel sein.
Ferner sei die falsche Berufswahl ein Problem. „Viele erlernen einen Beruf, mit dem Sie sich im Nachhinein wenig identifizieren können. In den Schulen müssen die Neigungen der Kinder mehr gefördert werden“, forderte Schultheis. Der Stellenwert für die Berufe an der „Werkbank“ würde immer geringer. „Dabei erfordert die Arbeit an den hochmodernen Maschinen ein großes Knowhow“, so Schultheis weiter. Wichtig sei es, den Jugendlichen zu vermitteln, dass die Berufswahl nicht vom Schulabschluss abhängig sei, sondern von ihren Interessen. „Abiturienten können genauso handwerkliche Neigungen haben, wie Haupt- und Realschüler. Wir haben Akademiker bei uns im Betrieb, die nach einigen Jahren gemerkt haben, dass das Arbeiten an der Maschine genau das Richtige für sie ist“.
Nach dieser sehr spannenden Diskussion zeigte uns Herr Schultheis die Fertigungshalle. Hier werden neben verschiedensten Produkten aus Blech, wie z.B. Müllbehälter für Flugzeuge auch Schaltschränke hergestellt, die individuell auf den Auftraggeber zugeschnitten sind.
Nach der Führung bedankte sich der Gemeindeverbandsvorsitzender Florian Schmiedl bei Herrn Schultheis für die informative Führung, insbesondere für die ehrlichen und kritischen Worte was das Thema Ausbildung angeht.




