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Kreistag der JU Westerwald bot Raum für Bildungsdiskussionen

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Bildungspolitik-RennerodNachwuchspolitiker stehen in der Bildungspolitik hinter dem christdemokratischen Prinzip des „Förderns und Forderns“.
Rennerod. Der Saal des Haus am Alsberg in Rennerod war auf Einladung der Jungen Union Westerwald zu ihrem Kreistag mit Delegiertenwahlen bestens gefüllt. Im Mittelpunkt stand ein Gespräch über die Zukunft der christdemokratischen Bildungspolitik. In ihrem Themenjahr „Bildung und Ausbildung“ wenden sich die jungen Christdemokraten so auch in der zweiten Jahreshälfte aktuellen politischen Debatten zu und diskutierten das Bundesbildungspapier der CDU Deutschland.
Als kompetente Ansprechpartnerin konnte hierfür Astrid Wallmann, Mitglied des hessischen Landtages, gewonnen werden. Zudem begrüßte die Kreisvorsitzende Jenny Groß die auch Joachim Hörster MdB, Ralf Seekatz und Gabi Wieland, MdL, sowie den JU Landesvorsitzenden Johannes Steiniger im Westerwald.
Als Vorsitzende der Bildungskommission des JU Bundesvorstands informierte Astrid Wallmann die Anwesenden ausführlich über die Inhalte des neuen Bildungspapieres der CDU Deutschland. Sie betonte hierbei, dass das Papier viele Stärken aufweist, übte jedoch ebenso Kritik an dessen Finanzierbarkeit: „Gerade wir, die junge Generation, müssen diese Vorhaben ganz genau prüfen, um unsere finanzielle Zukunft zu sichern.“ Daher könne auf ein Prüfsiegel für Kindertagesstätten auch verzichtet werden, wenn die Ausbildung von Erziehern und Lehrern insgesamt verbessert werden würde, so die Bildungsexpertin. Auch die großen Unterschiede der deutschen Bildungslandschaft waren Thema. Hier solle für eine bessere Mobilität zwischen Bundesländern und Schulformen gesorgt werden. Dabei müssten sich vergleichbare Schulabschlüsse jedoch an den oberen, nicht den unteren Standards orientieren. „Nur so können wir das christdemokratische Prinzip des Förderns und Forderns weiter umsetzen“, betonte die hessische Politikerin und stieß bei den Anwesenden auf volle Zustimmung.
Bei der anschließenden Diskussion konnten viele unterschiedliche Ideen zur Bildungspolitik besprochen werden. Die Ausgestaltung der ehemaligen Hauptschulen stand dabei ebenso im Vordergrund wie eine Verbesserung der Lehrerausbildung und der fremdsprachliche Unterricht in der Grundschule. Die JU Kreisvorsitzende betonte jedoch, dass zunächst gute deutsche Sprachkenntnisse bei allen Schulkindern vor Beginn der ersten Klasse vorhanden sein müssen: „Wir bleiben daher bei unserer Forderung nach Sprachtests und hinterfragen daher den fremdsprachlichen Unterricht ab der 1. Klasse.“ Die berufliche Ausbildung und seine hohe Wertschätzung wurden von allen hervorgehoben. Die JU lobte die neue Berufsakademie in Montabaur und hofft, dass dieses Erfolgsmodell gefördert wird und auf eine bereite Unterstützung stößt. „Es freut uns, dass wir in unserem Kreis jungen Menschen diese Möglichkeit bieten können“, ergänzte Groß.
Zudem waren sich die jungen Christdemokraten darüber einig, dass die Bildungspolitik nicht hinter andere politische Themen zurücktreten dürfe. Auch Joachim Hörster sprach sich für die wichtige Stellung und die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Bildung aus. „Wir hier in Deutschland leben von den Fähigkeiten unserer Leute“, so der Bundestagsabgeordnete des Westerwaldkreises.
Am Ende des Abends lobte die CDU Kreisvorsitzende Gabi Wieland (MdL) die produktive Diskussion und das große Engagement der JUler in ihrem selbst initiierten Themenjahr. Auch die Kreisvorsitzende Jenny Groß zeigte sich sehr zufrieden: „Wir sind stolz, dass wir bereits im letzten Jahr die Idee hatten, solch ein Bildungsthemenjahr zu gestalten. Aktueller denn je und mit vielen guten Veranstaltungen konnten wir bisher aufwarten. Als JU Westerwald sind wir damit einen Schritt voraus und werden auch weiterhin auf eine intensive und produktive Auseinandersetzung setzen.“ Auf guter Bildung fuße die Gesellschaft und diese gelte es auch künftig zu fordern und zu fördern.